Krisencoaching als Unterstützung in Krisen…

Aus eigener Erfahrung wissen Sie, dass die allermeisten Krisen Alltagsphänomene der individuellen Lebensbewältigung sind, allerdings solche, mit denen der Betroffene akut überfordert und für die er selber aktuell die Lösung nicht findet.

Krisencoaching kann dann eine Unterstützung für Sie sein.

Was sind Krisen vor meinem fachlich hypnosystemischen Hintergrund als Krisencoach?

In einer von den Betroffenen als schwierig erlebten Situation und Zeit werden gewohnte Muster der eigenen Lebenssituation, d.h.  Sicherheit und Orientierung sowie Handlungsmöglichkeiten gewährleistende Bedingungen (wie z. B. Status, Rollen- und Aufgaben-Kompetenzen, Entscheidungs-Kompetenzen, Zugangsmöglichkeiten zu Informationen und relevanten Netzwerken) als nicht mehr verfügbar erlebt; vertraute Prozesse von Planung, Verhalten, Denken und Fühlen werden als gewaltsam oder willkürlich von außen getrennt oder gar vernichtet empfunden.

Parallel werden entsprechende zentrale Werte, Normen, Ziele und Planungsvorstellungen für die eigene Identität und damit für ein sinnvolles und sicheres Leben als unverzichtbar interpretiert.

Dies führt zu einem zunehmenden Erleben großer Unsicherheit, Dringlichkeit, Zeitdruck sowie Handlungsentscheidungsdruck – bei gleichzeitigem Gefühl, über notwendige Informationen und Handlungsmöglichkeiten nicht zu verfügen.

Bewährte Lösungsstrategien, die den Betroffenen zuvor das Erleben von Kontrollkompetenz, Sinn, Kraft, Sicherheit und Würde ermöglichten, werden als unwirksam erlebt mit der Konsequenz, sich zunehmend als hilfloses und inkompetentes, ausgeliefertes Opfer zu betrachten. Dies wiederum führt zu einer Bewertung der Situation als noch bedrohlicher mit noch mehr Handlungsdruck und weiter anwachsendem Ohnmachtserleben.

Wie arbeite ich im Krisencoaching mit Ihnen…

Folgende Schritte haben sich im Krisencoaching bewährt:

  • Gemeinsam mit Ihnen stellen wir eine Annamese der Krise mit Hintergründen und Würdigung des aktuellen Erlebens mit den damit verbundenen Ambivalenzen
  • Wir lenken gemeinsam die Fokussierung auf eine Ressourcenaktivierung. Dazu gehört u.a.
    • das Wiedererleben eigenen Gestaltungsfähigkeit
    • Perspektiven von Hoffnung aufbauen
    • erreichbare Ziele entwickeln und Maßnahmen zur Krisenbewältigung auf Zieldienlichkeit überprüfen
    • kompetenz-aktivierend die Bewertung von Lebensereignissen verändern
    • Selbstwert verbessernde Perspektiven entwickeln
    • Krisen-Erleben als wertvolle Informationsquelle über wichtige Bedürfnisse nutzbar machen
    • Wertschätzende Haltung gegenüber eigenen Rückmeldungen des Organismus
    • Unterstützung konstruktiver Kommunikationsprozesse im sozialen Raum
    • Unterstützung hilfreicher Interaktionen im Beziehungssystem und Beachtung der Bedürfnisse anderer
    • Loyalitätsleistungen würdigen
    • Unterstützung einer optimalen Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und Loyalitätsverpflichtungen (dabei eigene Leistungserwartungen zur Vermeidung perfektionistischer Überforderungen auf ein realistisches Maß reduzieren) (Schmidt S.52f.)

 

  • Ich unterstütze Sie dabei Ihre Aufmerksamkeit auf Körperreationen zu lenken: Gerade in Krisensituationen ist das Wahrnehmen und Achten auf die eigenen intuitiven Körperreaktionen zentral und unterstützt dabei Körperreaktionen als wertvolle Informationsquelle und innere Feedbackschleife für gewünschte Entwicklungen wertzuschätzen. So bauen sich wieder die eigenen Wahrnehmungskompetenzen auf.
  • Gemeinsam mit Ihnen setzte kontinuierlich Meta-Kommunikation und nutze bilanzierende Feedback-Schleifen zur Sicherung von gewünschten Entwicklungen.
  • Im Krisencoaching setzte ich das Interventionsprinzip der ‚Utilisation‘ ein: Indem alle Beiträge von Beteiligten (Bewertungen, Emotionen, Körpersignale, Schicksalsereignisse etc.) so beschrieben, erklärt und berücksichtigt werden, dass sie für die angestrebten Ziele optimal genutzt werden können (Utilisation).
    Dies wird am ehesten erreicht, wenn alle Äußerungen und Bewertungen als wertvolle Informationsquelle über berechtigte Bedürfnisse und Ziele betrachtet werden, um anschließend gemeinsam zu erarbeiten, welcher Umgang damit (d.h. also welche Art des Lösungsversuchs) dem angestrebten Ziel dienlich ist.
  • Pacing ist für mich in der Begleitung von Menschen in Krisen eine kontinuierliche ‚Dauer-Intervention‘ für alle Phasen der Beratung: Dabei stelle ich Ihr aktuelles Erleben achtungsvoll in den Mittelpunkt unserer Zusammenarbeit und lasse mich möglichst permanent kongruent und detailliert auf Ihr momentanes kontextbezogenes Weltbild einlässt. Damit fördere ich die Beziehung zwischen uns und kann Sie umso besser erreichen und unterstützen. Pacing kann dabei nicht nur in verbaler, sondern auch in nonverbaler Form erfolgen (Sprechgeschwindigkeit, Körperhaltung, Atmung etc.).

Literatur: Schmidt, G. (2010). Gut Beraten in der Krise. Bonn: managerSeminare

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